Sicherheitsschuhe: Was bedeuten S1, S2, S1P und S3?

Sicherheitsschuhe: Was bedeuten S1, S2, S1P und S3?

Einleitung
Sicherheitsschuhe sind in vielen Berufen unerlässlich. Ob auf der Baustelle, in der Lagerhalle oder in der Werkstatt – ein hochwertiger Arbeitsschuh schützt nicht nur vor Verletzungen, sondern erhöht auch den Komfort und die Leistungsfähigkeit während der Arbeit. Doch was bedeuten eigentlich die Kennzeichnungen S1, S1P, S2 und S3? In diesem Artikel erklären wir dir, was sich hinter diesen Abkürzungen verbirgt und welcher Schuh für deinen Einsatzbereich der richtige ist.


Was bedeutet die Norm EN ISO 20345?

Bevor wir auf die einzelnen Schutzklassen eingehen, lohnt sich ein Blick auf die zugrunde liegende Norm: EN ISO 20345. Sie legt die grundlegenden Anforderungen an Sicherheitsschuhe fest:

  • Zehenschutzkappe (mindestens 200 Joule)
  • Rutschhemmung
  • Energieaufnahme im Fersenbereich
  • Antistatische Eigenschaften (je nach Klasse)

Je nach Schutzklasse (S1 bis S5) kommen weitere Eigenschaften hinzu.


Schutzklasse S1 – Der Basisschutz für trockene Innenbereiche

Merkmale:

  • Zehenschutzkappe (200 Joule)
  • Antistatisch
  • Energieaufnahme im Fersenbereich
  • Kraftstoffbeständige Sohle

Einsatzbereich:
Ideal für trockene Innenbereiche wie Werkstätten, Lagerräume oder die Industrie.

Vorteile:

  • Leicht und bequem
  • Ausreichend Schutz bei geringen Gefahrenquellen

Nicht geeignet für: Nasse oder unebene Außenbereiche


Schutzklasse S1P – S1 mit zusätzlichem Durchtrittschutz

Merkmale:

  • Alle Eigenschaften von S1
    • Durchtrittschutz (z. B. Zwischensohle aus Stahl oder Komposit)

Einsatzbereich:
Wenn du hauptsächlich in Innenräumen arbeitest, aber auch mit spitzen Gegenständen wie Nägeln oder Metallteilen zu tun hast.

Typische Branchen:

  • Lagerlogistik
  • Leichtes Handwerk
  • Werkstatt mit Metall- oder Holzabfällen

Vorteile:

  • Höherer Schutz ohne viel zusätzliches Gewicht

Beachte: Kein Nässeschutz vorhanden – nicht für den Außeneinsatz geeignet


Schutzklasse S2 – Schutz gegen Nässe

Merkmale:

  • Wie S1, aber zusätzlich:
    • Wasserdurchtrittsresistentes Obermaterial

Einsatzbereich:
Geeignet für Arbeitsplätze mit erhöhter Feuchtigkeit, z. B. im Lebensmittelbereich oder im Außenlager.

Vorteile:

  • Wasserabweisend
  • Geeignet für feuchte Umgebungen

Nicht enthalten: Durchtrittschutz


Schutzklasse S3 – Rundumschutz für den Außeneinsatz

Merkmale:

  • Alle Eigenschaften von S2
    • Durchtrittschutz
    • Profilierte, rutschhemmende Laufsohle

Einsatzbereich:
Für alle Berufe, in denen du draußen arbeitest, z. B. auf der Baustelle, im Gartenbau oder auf unebenen Böden.

Vorteile:

  • Maximale Sicherheit
  • Geeignet für nahezu alle Bedingungen

Besonderheit: Viele Modelle mit zusätzlicher Zertifizierung (WR, CI, HRO)


Übersichtstabelle: Unterschiede auf einen Blick

Klasse Zehenschutz Durchtrittschutz Wasserschutz Profilsohle Einsatzbereich
S1 Innenbereiche
S1P Werkstatt, Lager mit Gefahrenstoffen
S2 Feuchte Arbeitsumgebung
S3 Baustelle, Außeneinsatz

Fazit: Welche Schutzklasse passt zu dir?

Die Wahl der richtigen Schutzklasse hängt stark vom Einsatzgebiet ab. Hier ein paar Empfehlungen:

  • Im Lager oder in der Werkstatt: S1 oder S1P
  • Im Lebensmittel- oder Außenlager: S2
  • Auf der Baustelle oder im Gartenbau: S3

Wenn du unsicher bist, wähle lieber einen höheren Schutzstandard – z. B. S3 mit leichter Zehenschutzkappe aus Komposit.


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